Fabrizio Ventura

 

stammt aus Rom. Seit Sommer 2007 ist er Generalmusikdirektor der Städtischen Bühnen Münster. Nach seinem Studium in Rom und Wien erhielt er 1989 ein Engagement als Musikalischer Oberleiter am Theater Biel (Schweiz) und wurde anschließend von 1994 bis 1998 als Staatskapellmeister an das Staatstheater Braunschweig verpflichtet. Es folgte ein Engagement als Erster Kapellmeister am Opernhaus Nürnberg, 2002 dann die Berufung als Generalmusikdirektor an das Südthüringische Staatstheater Meiningen. Im September 2005 wurde er zum Generalmusikdirektor der Staatsoper Istanbul ernannt. Als Gastdirigent leitete Fabrizio Ventura u.a. so renommierte Orchester wie das das Bayerische Staatsorchester München, das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Staatsorchester Stuttgart, das MDR-Sinfonieorchester Leipzig, die Stuttgarter Philharmoniker, das Münchner Rundfunkorchester, das Südwest-Rundfunkorchester, das Residentie Orkest Den Haag, das European Community Youth Orchestra, das Klangforum Wien, das Wiener Kammerorchester sowie das Orchestra del Teatro Communale di Bologna. Fabrizio Ventura betreute Opernproduktionen an den Königlichen Opernhäusern von Stockholm, Kopenhagen, Oslo, an der Volksoper Wien, an der Staatsoper Prag, am Teatro dell’ Opera di Roma, am Teatro Verdi Trieste, an der Fondazione Arena di Verona, an der Opéra de Nice sowie an der Australian Opera Sydney.

 

 


Verehrtes Publikum,
liebe Freunde des Sinfonieorchesters Münster,

 

das Rauschen des Baches, das Tosen des Meeres, das Grollen des Donners oder der Gesang der Vögel – die uns umgebende Natur stellt das elementarste und wirkungsmächtigste Modell der Musik dar. Komponisten haben zu allen Zeiten versucht, Klänge und Formen der Natur zu adaptieren, nachzubilden und zu transformieren. Grund genug für uns, in dieser Saison schwerpunktmäßig Werke zu präsentieren, die einen besonders innigen Bezug zur Natur offenbaren.

 

Natürlich darf dabei nicht Beethovens „Pastorale“ fehlen, nicht Smetanas unvergleichliche Schilderung der Moldau und nicht Gustav Mahlers monu-mentale Dritte Sinfonie, die in ihren sechs Sätzen grandiose Naturbilder heraufbeschwört. Neben Klassikern wie diesen möchten wir das Programm mit selten gespielten Kostbarkeiten des Repertoires bereichern, etwa mit Joseph Joachim Raffs Sinfonie „Im Walde“, Nikolaj Roslawez’ „In der Stunde des Neumonds“ oder Arnold Bax’ „Tintagel“ . Lassen Sie sich von diesen zauberhaften Werken einfach überraschen!

 

Zu Ostern 2012 erwartet Sie in Münster ein neues großes Festival, „Musica Sacra“. In Verbindung mit der Sonderausstellung „Goldene Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst“ des LWL-Landesmuseums werden das Sinfonie-orchester Münster sowie Gastsolisten und Ensembles von internationalem Rang an zehn Tagen profunde sakrale Werke der Musikgeschichte zur Aufführung bringen. Am besten merken Sie sich schon heute die Zeit für eine Reihe exzeptioneller Konzerte in Münsters Kirchen sowie den Städtischen Bühnen vor – ein detailliertes Programm folgt im Herbst dieses Jahres.

 

Sollten Sie sich dem Sinfonieorchester Münster besonders verbunden fühlen, möchte ich Ihnen sehr herzlich den „Verein der Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters Münster“ zur Mitgliedschaft empfehlen. Dieser Verein erlaubt es uns, durch finanzielle Zuwendungen, außergewöhnliche Solisten, wie in dieser Saison Daniel Müller-Schott und Albrecht Mayer, nach Münster einzuladen und Projekte wie „Musica Sacra“ zu realisieren. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, an Konzertproben teilzunehmen und das Sinfonieorchester Münster auf eine noch persönlichere Weise kennenzulernen.

 

Ich hoffe, dass in unseren so diversen Programmen, die von der Barock- bis zur Gegenwartsmusik, vom Kirchen- bis zum Kinokonzert reichen, für jede und jeden etwas dabei ist. Bitte kommen Sie möglichst oft zu uns und lassen Sie sich immer wieder neu auf das herrliche Abenteuer der Musik ein!

 

 

Ihr Fabrizio Ventura