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TAGE DER BAROCKMUSIK 2017

  • © Oliver Berg

    © Oliver Berg

Vom 14. bis zum 19. Januar 2017 richten das Theater Münster und das Sinfonieorchester Münster die TAGE DER BAROCKMUSIK aus. Eine Opern-Neuinszenierung, Konzerte im Erbdrostenhof, in der Clemenskirche und im Theater Münster sowie ein Kinderstück in der U2 lassen eine Woche lang die Barockmusik in vielen Facetten neu entdecken. 

Im Mittelpunkt steht die Neuinszenierung der Oper ALCINA von Georg Friedrich Händel, die das Festival eröffnet. Der musikalische Leiter dieser Produktion, Attilio Cremonesi, international renommierter Dirigent und Cembalist, ist zugleich Artist in residence des Festivals und an  zwei Konzerten, einem Kammer- und einem Sinfonieklonzert, beteiligt. Weitere Musikerinnen und Musiker aus dem In- und Ausland, darunter das gefeierte Ensemble CAFÉ ZIMMERMANN aus Aix-en-Provence, versprechen große Abende!

 

Hier die Übersicht über das komplette Programm:

 

ALCINA

Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ruggiero ist in den Bann der Zauberin Alcina geraten. Mit ihrem Vertrauten Melisso befindet sich derweil Bradamante, als ihr eigener Bruder Ricciardo verkleidet, auf der Suche nach ihrem Bräutigam Ruggiero und wird in Alcinas Reich verschlagen. Eine Reise der Gefühle beginnt.

Händels fantasievolles Spätwerk erzählt von der machtvollen Schwarzmagierin Alcina, die bislang nie wirklich geliebt hat, und ihre Liebhaber immer schnell  »entsorgte«. Doch auf einmal ist alles anders. Sie entdeckt in sich neue Empfindungen für diesen Ruggiero, ist sich aber seiner Liebe zu ihr nicht sicher. Die Zauberin
wird zum Opfer menschlicher Gefühle, während der Held, obwohl er vielleicht glaubt, echte Liebe zu empfinden, in Wahrheit nur einem Zauber, einer Magie erlegen ist.

Durch Händels musikalischen Einfallsreichtum zählt ALCINA, 1735 mit spektakulärem Erfolg in London uraufgeführt, zu seinen wichtigsten Werken überhaupt.

Samstag, 14.01.2017 (Premiere) oder Dienstag, 17.01.2017, jeweils 19.30 Uhr, Großes Haus

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BAROCKMUSIK FÜR KINDER

Szenen aus der Neuproduktion SCHAF des Jungen Theaters für Kinder ab 5 Jahren
Musik von Johann Sebastian Bach, Henry Purcell, Georg Friedrich Händel und Claudio Monteverdi

SCHAF ist ein preisgekröntes Kinderstück der niederländischen Theatermacherin Sophie Kassies, das Kinder ab 5 Jahren mit Barockmusik in Berührung bringt. Erzählt wird die Geschichte eines Schafes, das sich auf abenteuerliche Suche nach einem Namen begibt, der ganz allein ihm gehört. Schafs musikalische Reise durch die Wirren der Identitätsfindung wird ab dem 5. Februar 2017 im Kleinen Haus des Theaters Münster zu erleben sein.

In dieser Vorab-Veranstaltung im Rahmen der Tage der Barockmusik stellen Mitwirkende der Produktion – zwei Sängerinnen sowie ein Duo aus Cembalo und Violoncello – das Stück in der U2 vor und bringen dabei die Musik von Bach, Purcell, Händel und Monteverdi dem jungen Publikum ganz nah.

Sonntag, 15.01.2017, 15.00 Uhr, U2

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BAROCCO ITALIANO

Arcangelo Corelli: Concerto Grosso F-Dur op. 6 Nr. 12
Giovanni Legrenzi: Sonata c-Moll op. 10 Nr. 6
Henry Purcell: Ouverture, The Chair Dance, Dance of Furies (aus der Oper DIOCLESIAN), Fantasia Nr. 5 B-Dur, Pavana g-Moll, Ciaconna g-Moll
Michele Mascitti: Concerto grosso G-Dur op. 7, Nr. 3

STRINGent, das Streicherensemble des Sinfonieorchesters Münster, gab bereits mit renommierten Musikern der Barockszene wie Sara Mingardo, Jaap ter Linden oder Anne Röhrig (Musica Alta Ripa) Konzerte. Das aktuelle Programm für die Tage der Barockmusik erarbeitet es mit Attilio Cremonesi, der auch die musikalische Leitung bei ALCINA sowie dem Abschlusskonzert des Sinfonieorchesters Münster innehat. Als Gewinner internationaler Wettbewerbe war Attilio Cremonesi musikalischer
Assistent und Cembalist von René Jacobs. Neben seiner Tätigkeit als Cembalo- und Klaviersolist verschrieb er sich der Entdeckung und Aufführung seltener Opern des Barock und der Klassik.

Mit seinem Ensemble Arcadia gastierte er bei Festivals und in Musikzentren von Europa und Südamerika.

Sonntag, 15.01.2017, 18.00 Uhr, Clemenskirche

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CAFÉ ZIMMERMANN

Georg Friedrich Händel: Sonate g-Moll op. 2 Nr. 8 HWV 393 & Sonate B Dur op. 2 Nr. 3 HWV 388
Francesco Veracini: Sonata XII a violino solo e basso, aus SONATE ACCADEMICHE
Johann Sebastian Bach: Sonate g-Moll für Viola da gamba und Cembalo BWV 1029
Francesco Geminiani: LA FOLLIA nach Corelli op. 5

Gottfried Zimmermanns berühmtes Leipziger Kaffeehaus war Namensgeber für das 1999 von Céline Frisch und Pablo Valetti gegründete französische Barockensemble. Nach ersten Erfolgen in Frankreich hat sich Café Zimmermann rasch international etabliert. Die Musik Johann Sebastian Bachs stand von Beginn an
im Zentrum des Repertoires, denn Bach war es, der mit seinem Collegium Musicum im 18. Jahrhundert im Zimmermannschen Café für die Musik sorgte. Die Gründungsmitglieder – unter ihnen die Cembalistin Céline Frisch und der Geiger Pablo Valetti – sind seit den Tagen ihres Studiums an der Schola Cantorum Basiliensis musikalische Partner. Für das Konzert im Erbdrostenhof haben Sie ein Programm aus Triosonaten von Händel, Bach und Veracini sowie einem berühmten Concerto grosso von Francesco Geminiani zusammengestellt.

Montag, 16.01.2017, 19.30 Uhr, Erbdrostenhof

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LE BAROQUE GALANT

Georg Philipp Telemann: Concerto VI a-Moll für Flöte und Cembalo & Pariser Quartett Nr. 1 G-Dur TWV 43:G1 & Pariser Quartett Nr. 2 D-Dur TWV 43:D1
Jean-Marie Leclair: Sonate D-Dur für Flöte, Violine und Cembalo op. 2 Nr. 8
Jean-Philippe Rameau: Fünftes Konzert aus den Stücken für konzertantes Cembalo

Der besondere Zauber der französischen Barock-Kammermusik gründet in den originalen Klangfarben des Cembalos und der Barockgeige, der Flûte traversière und der Viola da Gamba, wie man sie in diesem Konzert erleben kann. Zu den großen Bewunderern französischer Musik zählte auch Georg Philipp Telemann,
der sich 1737 einen langgehegten Wunsch erfüllte, als er für einige Monate nach Paris reiste. Seine »Pariser Quartette« stellen einen Höhepunkt innerhalb seiner Kammermusik dar. – Der Flötist Thomas Kügler spielt als Solist und Mitglied verschiedener Ensembles für Alte Musik zahlreiche Konzerte, Rundfunkaufnahmen und CDs innerhalb Europas, in Japan und Taiwan. Er ist Mitbegründer des Festivals münster BAROCK, das im September 2016 mit Konzerten, Architektur- und Museumsführungen Münster als Barockstadt neu erleben ließ.

Mittwoch, 18.01.2017, 19.30 Uhr, Erbdrostenhof

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Abschlusskonzert

»Ein falscher Franzose und ein falscher Engländer tanzen«

Henry Purcell: Ausschnitte aus den Opern THE RIVAL SISTERS, DIOCLESIAN, AMPHITRYON und BONDUCA
Jean-Baptiste Lully: Ausschnitte aus dem Ballett LES AMOURS DÉGUISEZ
Jean-Philippe Rameau: Ausschnitte aus der Oper DARDANUS
Georg Friedrich Händel: Concerto grosso B-Dur op. 3 Nr. 2

Französischer und englischer Stil, Theatralisches und Galantes, Tanzmusik und Concerto grosso verbinden sich im festlichen Abschlusskonzert des Sinfonieorchesters Münster unter Leitung von Attilio Cremonesi, der als artist in residence die Tage der Barockmusik begleitet. Trotz der hohen Qualität von Kammer- und Konzertmusik stand in der Barockzeit das Musiktheater mit Oper und Ballett im Zentrum des Interesses. Instrumentale Ausschnitte aus französischen Bühnenwerken von Jean-Philippe Rameau und dem »falschen Franzosen« Jean-Baptiste Lully, der aus Italien stammte und eigentlich Giovanni Battista Lulli hieß, sowie aus englischen Opern von Henry Purcell und schließlich ein Concerto grosso des »falschen Engländers« Georg Friedrich Händel aus Halle an der Saale bilden ein farbiges, mitreißendes Programm.

Donnerstag, 19.01.2017, 19.30 Uhr, Großes Haus

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