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TAGE DER BAROCKMUSIK 2019

  • © Oliver Berg

    © Oliver Berg

Vater, Sohn und Patenonkel

Georg Philipp Telemann
Trio F-Dur für Blockflöte, Viola da Gamba und B.c. TWV 42:F3
Trio d-Moll für Blockflöte, Diskantgambe und B.c. TWV42:d7
Trio D-Dur für zwei Flöten und B.c. TWV42:D5
Trio g-Moll für Blockflöte, Diskantgambe und B.c. TWV42:g9

Carl Philipp Emanuel Bach
Württembergische Sonate Nr. 3 H. 33
Sonate a-Moll für Flöte solo Wq 132

Johann Sebastian Bach
Concerto d-Moll BWV 593
Sonata D-Dur BWV 1028

 

Zwei der größten Komponisten des Barock schätzten sich gegenseitig außerordentlich, nämlich Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann. Schließlich wurde Telemann der Taufpate von Bachs berühmtestem Sohn Carl Philipp Emanuel, dem er darüber hinaus auch seinen zweiten Namen gab.  Patenonkel und Sohn stehen für den Übergang vom Barock in die Frühklassik, in der die Blockflöte immer mehr von der Querflöte verdrängt wurde. Oft heißt es bei vielen Werken dieser Zeit aber nur flauto, so dass beide Instrumente gemeint sein können. Stefan Temmingh, dessen enorme Vielseitigkeit und Experimentierfreude mit seinem Instrument auf zahlreichen CD-Produktionen festgehalten ist, widmet sich diesem stilistischen Grenzgang zwischen Vater, Sohn und Patenonkel mit ausdrucksstraken Werken.

Sonntag, 17.3.2019, 19.30 Uhr, Erbdrostenhof

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Sinfoniekonzert

Georg Friedrich Händel
Concerto grosso G-Dur op. 6 Nr. 1 HWV 319
Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 6 HWV 324
Arie Sweet Bird aus L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato HWV 55

Antonio Vivaldi
Konzert für Sopranblockflöte, Streicher und Basso continuo G-Dur RV 443

Georg Philipp Telemann
Konzert für Altblockflöte, Streicher und Basso continuo C-Dur TWV 51:C1

Francesco Bartolomeo Conti
Arie Cares when they´re over (aus Clotilde)

 

Im Barock erlebte die Blockflöte ihre größte Blüte. In dieser Zeit entstanden hochvirtuose und expressive Konzerte für unterschiedliche Versionen des Instruments. Wegen ihres ausgewogenen Tons war die Altblockflöte am beliebtesten, wie aus dem Konzert Telemanns herauszuhören ist. Vivaldi komponierte aber auch für die kleine Sopranblockflöte mit ihrem an Vogelstimmen erinnernden Klang. Die Interpretation durch den südafrikanischen Blockflötisten Stefan Temmingh, einer der gefragtesten und vielseitigsten Solisten auf diesem Instrument weltweit, und Michael Hofstetter, ebenfalls ein ausgewiesener Experte für die Musik des Barock, verspricht ein besonderes Hörvergnügen zu werden. Ergänzt wird das Programm durch zwei Concerti grossi von Händel, die als Höhepunkte barocken Musizierens gelten, sowie zwei Arien für Sopran und Blockflöte, in denen Stimme und Instrument in einen wunderbaren Dialog treten.

Dienstag, 19.3.2019, und Mittwoch, 20.3.2019, jeweils 19.30 Uhr, Sonntag, 24.3.2019, 18.00 Uhr, Theater Münster, Großes Haus

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KONZERT MIT DEM KAMMERORCHESTER »SPLENDOR BAROQUE«

Antonio Vivaldi
Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo a-Moll RV 522
Konzert für Flöte, Streicher und Basso continuo G-Dur RV 435
Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo g-Moll (Der Sommer aus den Vier Jahreszeiten) RV 315
Konzert für Violoncello, Streicher und Basso continuo G-Dur RV 414
Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo f-Moll (Der Winter aus den Vier Jahreszeiten) RV 297

Johann Sebastian Bach
Auszüge aus der Orchestersuite Nr. 2 h-Moll BWV 1067

 

Das junge Ensemble »Splendor Baroque« vereinigt Virtuosen der Sonderklasse zu einem einzigartigen Barock-Ensemble. Es zeichnet sich durch technische Brillanz und packende Dynamik aus. Forschergeist und wissenschaftlich fundierte Kenntnisse in historischer Aufführungspraxis sind Voraussetzungen für ihre Interpretationen. Mit innovativen Spieltechniken und klanglicher Kreativität definiert »Splendor Baroque« die Ausdrucksmöglichkeiten von Barockmusik neu und bildet eine atemberaubende und moderne Ausnahmeerscheinung in der Szene der Alten Musik. Gründer und künstlerischer Leiter von »Splendor Baroque« ist der 1971 in Münster geborene Geiger Friedemann Eichhorn. Zu Gast ist Matthias Schlubeck, einer der führenden Panflötisten der Welt, der sich besonders im Bereich der Interpretation Klassischer Musik auf der Panflöte einen Namen gemacht hat.

Donnerstag, 21.3.2019, 19.30 Uhr,  Apostelkirche

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MONARCHS & NOBLES – THEATRE RIVALRIES IN BAROQUE LONDON

 

Im barocken London tobte über Jahre ein heftiger Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Opernhäusern der Stadt. Ständig mussten immer neue, aufwändigere und spektakulärere Stücke geschrieben werden, um das Publikum für sich zu gewinnen. Dabei rissen sie sich besonders um die Starsängerinnen und -sänger, allen voran die Kastraten wie Farinelli und Senesino, die mit ihrem Gesang für Begeisterungsstürme sorgten. Auch Händel mischte in diesem Streit kräftig mit und schrieb einige seiner besten Opern in dieser Zeit. Aber die Konkurrenz schlief nicht...

Der renommierte kanadische Countertenor Michael Taylor begibt sich auf einen Streifzug durch die aufregende Musik der britischen Metropole dieser Zeit, die sich zu immer neuen Höhepunkten mit brodelnden Emotionen aufschwang.

Freitag, 22.3.2019, 19.30 Uhr,  Erbdrostenhof

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SAUL

Szenisches Oratorium von Georg Friedrich Händel
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Mit dem Sieg Davids über Goliath beginnt die Macht König Sauls zu bröckeln: Erst wenden sich seine Kinder von ihm ab, dann feiern auch die Israeliten den jungen Helden. David gewinnt ohne Mühen die Gunst aller. Neid und Hass machen sich bei dem alten König bemerkbar und übernehmen die Oberhand. Saul verfällt einem krankhaften Wahn, in dem er seine Familie und schließlich sich selbst opfert. Dabei verliert er den göttlichen Beistand – und David besteigt mit Gottes Segen den Thron.

Händels SAUL, auf der alttestamentarischen Geschichte aufbauend, gehört zu den dramatischsten szenischen Oratorien des Komponisten und zeigt eine große Nähe zur damaligen Oper. Seine ausdrucksstarke Musik charakterisiert die Figuren differenziert und mitreißend, das farbig besetzte Orchester mit Posaunen, Harfe, Glockenspiel und Orgel illustriert die Affekte, Seelenzustände und Situationen des biblischen Dramas.

Samstag, 23.3.2019, 19.30 Uhr, Theater Münster, Großes Haus

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Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen BWV 988

Fassung für Streichtrio von Dmitri Sitkowetski In memoriam Glenn Gould

 

Bachs Goldberg-Variationen sind die Krönung eines besonderen Typus der deutschen Cembalomusik, der sogenannten Aria variata. Dabei wird eine Aria, ein zweiteiliger Tanzsatz, in der Weise verarbeitet, dass jede Variation ihre Grundharmonie beibehält, aber Melodie, rhythmische Bewegung und die harmonischen Details nach Belieben verändert. Bach benutzte als Thema eine G-Dur-Sarabande über einem absteigenden Bass, der leicht zu behalten und wiederzuerkennen ist. Jede der 30 Variationen lässt in ihrer zweiteiligen Form die harmonischen Eckpfeiler der Aria wiedererkennen. Alle 30 sind jedoch im Charakter völlig verschieden. Weniger bekannt ist die Fassung für Streichtrio des russischen Geigers und Dirigenten Dmitri Sitkowetski, die das Werk von einer anderen Seite beleuchtet. Das Konzert ist dem Andenken des legendären Pianisten Glenn Gould gewidmet, der für seine Interpretationen der Goldberg-Variationen weltberühmt wurde.

Sonntag, 24.3.2019, 11.00 Uhr, Erbdrostenhof

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