zum Theater Münster

FAUST. DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL

Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe

  • Lea Ostrovskiy, Ilja Harjes, Jonas Riemer — ©  Oliver Berg
    Lea Ostrovskiy, Ilja Harjes, Jonas Riemer
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Lea Ostrovskiy — ©  Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Lea Ostrovskiy
    © Oliver Berg
  • Rose Lohmann, Lea Ostrovskiy, Julian Karl Kluge — ©  Oliver Berg
    Rose Lohmann, Lea Ostrovskiy, Julian Karl Kluge
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Jonas Riemer, Ilja Harjes — ©  Oliver Berg
    Jonas Riemer, Ilja Harjes
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Jonas Riemer — ©  Oliver Berg
    Ilja Harjes, Jonas Riemer
    © Oliver Berg
  • Rose Lohmann, Paul Maximilian Schulze, Ilja Harjes, Julian Karl Kluge — ©  Oliver Berg
    Rose Lohmann, Paul Maximilian Schulze, Ilja Harjes, Julian Karl Kluge
    © Oliver Berg
  • Lea Ostrovskiy — ©  Oliver Berg
    Lea Ostrovskiy
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Nicola Lembach, Ilja Harjes, Lea Ostrovskiy, Jonas Riemer — ©  Oliver Berg
    Nicola Lembach, Ilja Harjes, Lea Ostrovskiy, Jonas Riemer
    © Oliver Berg

»IHR SEID WOHL VIEL ALLEIN?«

Sa, 30. Oktober 2021
19.30 · Großes Haus Großes Haus

19.00 Einführung im Foyer Gr. Haus

Weitere Termine

»Nichts!« Das ist die einzige Erkenntnis, die Doktor Heinrich Faust mitnimmt, der vorläufige Endpunkt seiner jahrelangen Suche danach, »was die Welt im Innersten zusammenhält«.»Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst«, so spricht Gott zum Teufel Mephisto und überlässt es ihm, Faust mit einer Wette um seine Seele zu bringen. Es beginnt eine Suche nach dem Unmöglichen jenseits von Raum und Zeit, deren Preis eine junge Frau mit ihrem Leben bezahlen wird.

Goethes FAUST. DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL ist nicht nur das bedeutendste und meistgespielte Theaterstück im deutschsprachigen Raum, sondern womöglich die Tragödie des modernen Menschen schlechthin, mit seiner rastlosen Jagd nach Lebensgenuss und Erkenntnisgewinn. Über 60 Jahre lang schrieb Goethe an seiner Faustdichtung, dem Drama eines Wissenschaftlers, der in satanischem Rausch die äußeren Grenzen menschlichen Lebens sprengt. So bereicherte Goethe die Verse mit seiner gesamten Lebenserfahrung und poetischen Kraft. Es geht um nichts weniger als die Frage nach der richtigen Lebensstrategie – im Sinne des Guten –, den Kampf um die Menschenwürde.

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde, 50 Minuten, keine Pause

Info

»Nichts!« Das ist die einzige Erkenntnis, die Doktor Heinrich Faust mitnimmt, der vorläufige Endpunkt seiner jahrelangen Suche danach, »was die Welt im Innersten zusammenhält«.»Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst«, so spricht Gott zum Teufel Mephisto und überlässt es ihm, Faust mit einer Wette um seine Seele zu bringen. Es beginnt eine Suche nach dem Unmöglichen jenseits von Raum und Zeit, deren Preis eine junge Frau mit ihrem Leben bezahlen wird.

Goethes FAUST. DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL ist nicht nur das bedeutendste und meistgespielte Theaterstück im deutschsprachigen Raum, sondern womöglich die Tragödie des modernen Menschen schlechthin, mit seiner rastlosen Jagd nach Lebensgenuss und Erkenntnisgewinn. Über 60 Jahre lang schrieb Goethe an seiner Faustdichtung, dem Drama eines Wissenschaftlers, der in satanischem Rausch die äußeren Grenzen menschlichen Lebens sprengt. So bereicherte Goethe die Verse mit seiner gesamten Lebenserfahrung und poetischen Kraft. Es geht um nichts weniger als die Frage nach der richtigen Lebensstrategie – im Sinne des Guten –, den Kampf um die Menschenwürde.

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde, 50 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Christoph Mehler

Bühne & Kostüme Jennifer Hörr

Komposition & musikalische Leitung David Rimsky-Korsakow

Dramaturgie Astrid Reibstein

Theaterpädagogik Marielle Amsbeck


Besetzung

Dr. Heinrich Faust Ilja Harjes

Mephistopheles Jonas Riemer

Margarete u. a. Katharina Hintzen / Lea Ostrovskiy

Marthe Schwerdtlein u. a. Nicola Lembach

Wagner / Valentin u. a. Paul Maximilian Schulze

Der Herr / Böser Geist Gerhard Mohr

Geist Eins Julian Karl Kluge

Geist Zwei Rose Lohmann

Besetzung

Leitung

Inszenierung Christoph Mehler

Bühne & Kostüme Jennifer Hörr

Komposition & musikalische Leitung David Rimsky-Korsakow

Dramaturgie Astrid Reibstein

Theaterpädagogik Marielle Amsbeck


Besetzung

Dr. Heinrich Faust Ilja Harjes

Mephistopheles Jonas Riemer

Margarete u. a. Katharina Hintzen / Lea Ostrovskiy

Marthe Schwerdtlein u. a. Nicola Lembach

Wagner / Valentin u. a. Paul Maximilian Schulze

Der Herr / Böser Geist Gerhard Mohr

Geist Eins Julian Karl Kluge

Geist Zwei Rose Lohmann


Klassiker packend aktualisiert

Goethes „Faust I“ am Theater Münster

Zwei Hörner schauen aus einem gelben Glitzerstoff hervor, der aus schwindelnder Höhe bis auf den Bühnenboden des Theater Münster zu einem großen schwebenden Dreieck gespannt ist. Gretchen wird Faust begegnen. Magische Kräfte wirken. Und die flirrende wie mächtige Installation von Jennifer Hörr (Bühne/Kostüme) öffnet für einen Klassiker des Sprechtheaters die Dimension des Unbewussten als surreales Schauwerk. Selten ist bei einer Inszenierung von Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ so auf optische Wirkung gesetzt worden wie in Münsters Großem Haus. Die Inszenierung von Christopher Mehler ist aber nicht optisch überdreht. Der moderne Zugriff auf das meistgespielte deutsche Stück wird über diese starke Bildstrategie mit Goethes Kosmos assoziativ verbunden. Die Geschichte von Heinrich Faust und Gretchen wird auf den Erkenntniswert unseres individuellen Selbstverständnisses verdichtet. Regisseur Mehler gelingt ein imposanter und phasenweise atemberaubender Abend.

Am Anfang wird der „Herr“ aus dem Prolog des Stücks als Statue des Dichterfürsten selbst in Weißgrau und mit Gehstock von Gerhard Mohr in Gang gesetzt. Langsam greift der Dramatiker seinen eigenen Stoff auf und lässt sich auf Mephistopheles ein. Wird Faust als guter Mensch bestehen, wenn der Teufel ihn auf die Probe stellt? Ilja Harjes spielt die Titelrolle mit bebendem Ernst. Unversöhnlich steht er mit dem Rücken zum Publikum, die Arme wie angebunden, und hebt zu einer Wutrede an. Keine rhythmische Plauderei, kein Sprechspiel mit dem Jamben-Versmaß – Harjes schnauzt sich den Forscherfrust von der Seele. Ein lauter Defätist, der auf den Freitod zusteuert. Es geht um alles. Dräuende Musik verdichtet das Drama, und David Rimsky-Korsakows Komposition öffnet spirituelle Seelenräume für die Inszenierung und schafft eine Atmosphäre des Bedrohlichen. Aus der Tragödie erstem Teil wird schrittweise ein Thriller. [...]

Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 28.9.2021

Presse

Klassiker packend aktualisiert

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Zwei Hörner schauen aus einem gelben Glitzerstoff hervor, der aus schwindelnder Höhe bis auf den Bühnenboden des Theater Münster zu einem großen schwebenden Dreieck gespannt ist. Gretchen wird Faust begegnen. Magische Kräfte wirken. Und die flirrende wie mächtige Installation von Jennifer Hörr (Bühne/Kostüme) öffnet für einen Klassiker des Sprechtheaters die Dimension des Unbewussten als surreales Schauwerk. Selten ist bei einer Inszenierung von Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ so auf optische Wirkung gesetzt worden wie in Münsters Großem Haus. Die Inszenierung von Christopher Mehler ist aber nicht optisch überdreht. Der moderne Zugriff auf das meistgespielte deutsche Stück wird über diese starke Bildstrategie mit Goethes Kosmos assoziativ verbunden. Die Geschichte von Heinrich Faust und Gretchen wird auf den Erkenntniswert unseres individuellen Selbstverständnisses verdichtet. Regisseur Mehler gelingt ein imposanter und phasenweise atemberaubender Abend.

Am Anfang wird der „Herr“ aus dem Prolog des Stücks als Statue des Dichterfürsten selbst in Weißgrau und mit Gehstock von Gerhard Mohr in Gang gesetzt. Langsam greift der Dramatiker seinen eigenen Stoff auf und lässt sich auf Mephistopheles ein. Wird Faust als guter Mensch bestehen, wenn der Teufel ihn auf die Probe stellt? Ilja Harjes spielt die Titelrolle mit bebendem Ernst. Unversöhnlich steht er mit dem Rücken zum Publikum, die Arme wie angebunden, und hebt zu einer Wutrede an. Keine rhythmische Plauderei, kein Sprechspiel mit dem Jamben-Versmaß – Harjes schnauzt sich den Forscherfrust von der Seele. Ein lauter Defätist, der auf den Freitod zusteuert. Es geht um alles. Dräuende Musik verdichtet das Drama, und David Rimsky-Korsakows Komposition öffnet spirituelle Seelenräume für die Inszenierung und schafft eine Atmosphäre des Bedrohlichen. Aus der Tragödie erstem Teil wird schrittweise ein Thriller. [...]

Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 28.9.2021


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Sa, 30. Oktober 2021
19.30 Uhr · Großes Haus Großes Haus

19.00 Einführung im Foyer Gr. Haus

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