zum Theater Münster

PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG

Schauspiel von Heinrich von Kleist

»In den Staub mit allen Feinden Brandenburgs.«

So, 19. April 2020
11.30 · Foyer


Eine Nacht in Fehrbellin. Der junge Prinz von Homburg – halb wachend, halb schlafend – bindet sich im Garten des Schlos­ses vor den Augen der Hofgesellschaft einen Siegeskranz. Es ist ein Traumbild, das Kleist an den Anfang und an das Ende seines rätselhaften letzten Schauspiels stellt. Es folgt die Geschichte einer eigenmächtigen Tat. Homburg widersetzt sich in der Schlacht dem Befehl seines Vaters, des Kurfürs­ten von Brandenburg. Zwar kehrt er als strahlender Sieger aus der Schlacht zurück, doch das Kriegsrecht gilt auch für ihn. Ungläubig nimmt er das Todesurteil entgegen. Auf dem Weg ins Gefängnis blickt er entsetzt in das für ihn ausgeho­bene Grab. Prinzessin Natalie von Oranien unternimmt einen letzten Versuch den Kurfürsten umzustimmen. Die Begnadi­gung erteilt der Kurfürst unter einer Bedingung: Könne der Prinz das Urteil für ungerecht halten, so sei er frei. Homburg überwindet seine Todesangst und akzeptiert das Urteil. Mit verbundenen Augen führt man ihn ins Freie. Er glaubt sich dem Tode nahe, doch anstatt der tödlichen Kugel erhält er den Kranz des Siegers.

Traum oder Wirklichkeit? Rebell gegen die Disziplin einer militärischen Gesellschaft oder narzisstischer Träumer? Dem preußischen Hof war das Stück verhasst. Bis heute liegt die Kraft und Faszination von Kleists letztem Schauspiel aus dem Jahr 1811 in den ewigen Widersprüchen zwischen Gefühl und Ratio.

Info

Eine Nacht in Fehrbellin. Der junge Prinz von Homburg – halb wachend, halb schlafend – bindet sich im Garten des Schlos­ses vor den Augen der Hofgesellschaft einen Siegeskranz. Es ist ein Traumbild, das Kleist an den Anfang und an das Ende seines rätselhaften letzten Schauspiels stellt. Es folgt die Geschichte einer eigenmächtigen Tat. Homburg widersetzt sich in der Schlacht dem Befehl seines Vaters, des Kurfürs­ten von Brandenburg. Zwar kehrt er als strahlender Sieger aus der Schlacht zurück, doch das Kriegsrecht gilt auch für ihn. Ungläubig nimmt er das Todesurteil entgegen. Auf dem Weg ins Gefängnis blickt er entsetzt in das für ihn ausgeho­bene Grab. Prinzessin Natalie von Oranien unternimmt einen letzten Versuch den Kurfürsten umzustimmen. Die Begnadi­gung erteilt der Kurfürst unter einer Bedingung: Könne der Prinz das Urteil für ungerecht halten, so sei er frei. Homburg überwindet seine Todesangst und akzeptiert das Urteil. Mit verbundenen Augen führt man ihn ins Freie. Er glaubt sich dem Tode nahe, doch anstatt der tödlichen Kugel erhält er den Kranz des Siegers.

Traum oder Wirklichkeit? Rebell gegen die Disziplin einer militärischen Gesellschaft oder narzisstischer Träumer? Dem preußischen Hof war das Stück verhasst. Bis heute liegt die Kraft und Faszination von Kleists letztem Schauspiel aus dem Jahr 1811 in den ewigen Widersprüchen zwischen Gefühl und Ratio.

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühnenbild Bernhard Niechotz

Kostüme Cornelia Kraske

Besetzung

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühnenbild Bernhard Niechotz

Kostüme Cornelia Kraske


nach oben
nach oben